Foto: Dieter Call

Biografie

Anja Voigt wurde in Bad Frankenhausen geboren und studierte Bildhauerei und Plastik an der Hochschule der Bildenden Künste HBK Saar in Saarbrücken bei den Professoren Wolfgang Nestler und Georg Winter. 2011 erhielt sie ihr Diplom im Fachbereich Bildhauerei/Plastik. Von 2011 bis 2013 war sie Meisterschülerin von Prof. Georg Winter. Voigt war im In- und Ausland bei Ausstellungen und Projekte beteiligt, unter anderem 2007 bei der Kunstaktion 100 Bilder für Monschau im Kunst und Kulturzentrum Monschau, 2008 bei dem Projekt Tischgalerie von Prof. Wolfgang Nestler in Luxemburg, 2009 bei dem Projektraum urgent urban ambulance / Zustandsraum Stadt des Deutschen Künstlerbundes Berlin, 2011 bei URBAN MATTERS, Saarbrücken/Wien und 2014 zeigte sie bei der Ausstellung sCHNITTsTELLEN Objekte und Graphische Arbeiten im KunstRaum K25 in Ulm. Als Künstlerduo mit Dieter Call gibt es seit 2008 eine große Anzahl von gemeinschaftlichen Aktivitäten. Im Jahr 2009 erhielten beide das Montjoie Stipendium der Städteregion Aachen. Im Rahmen des Festivals „Wunder der Prärie“ in Mannheim 2011 beteiligte man sich an den Forschungsaktivitäten der AG AST /Arbeitsgemeinschaft Anastrophale Stadt und im Jahr 2012 fand die Teilnahme an der OSTRALE in Dresden statt. 2013 waren beide Künstler mit ihrem Projekt „Mobile Forschungsstation“ bei der 10. Landeskunstausstellung des Saarlandes vertreten. 2016 erhielten sie das Projektstipendium KunstKommunikation des DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst. Anja Voigt lebt und arbeitet in Saarbücken und Mannheim.

Künstlerisches Werk

Faltstudie (Keil)

Nach dem Prinzip des reverse engineering untersuche ich industrielle Verpackungsmaterialien und verwende die gewonnenen Erfahrungen in neuen Objekten. Die Ausstellungsstücke bilden Stufen dieses analytischen Prozesses ab, sind jedoch für sich genommen nicht das Ziel der Auseinandersetzung. Es entstehen neue Objekte, die sich aus klaren Formen in definierten mathmatischen Verhältnissen zusammensetzen. Im Zusammenspiel verschmelzen die Formen zu neuartigen Charakteren. Gleichsam bilden sie den Grundriss für Faltungen und lassen sich in dreidimensionale keilförmige Objekte überführen.

In seiner Ursprünglichkeit repräsentiert der Keil die Idee des Werkzeugs. Er verankert eine schiefe Ebene im Raum, stabilisiert und beschleunigt, spaltet und überbrückt. In „Faltstudie (Keil)“ wird ein Prototyp vorgestellt und eine Vielzahl von möglichen (und unmöglichen) Variationen durchgespielt.

Anja Voigt - Faltstudie (Keil)

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