photo: A. Sormani

Biografie

geboren 1986 in Kempen, lebt und arbeitet in London

2015-2016 Master of Fine Arts, Chelsea College of Arts, London

2014-2015 Auslandsaufenthalt in Istanbul

2011-2013 Meisterschülerin bei Gabriele Langendorf (HBK Saar)

2006-2011 Diplomstudium Freie Kunst, HBK Saar, Saarbrücken

Auszeichnungen / Ausstellungen / Projekte

2016 Chelsea MA Studio Award

2015 Chelsea Arts Club Trust/Zsuzsi Roboz Award

2014 Stipendium Künstlerhaus Schloss Balmoral

2013 Stipendium Werkstatt Plettenberg

2012 Förderstipendium der Stadt Saarbrücken

Ausstellungen (Auswahl)

2016 “Desperate Housewives - Künstlerinnen räumen auf”, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

“Peace In It Together Bit By Bit”, Crypt Gallery, London

2015 “o.T. (ohne Titel)” - Balmoral- und Landesstipendiatinnen 2014, Arp Museum, Rolandseck

2014 “Die Grosse Kunstausstellung”, Museum Kunstpalast, Düsseldorf

2013 “It‘s like a jungle sometimes it makes me wonder how I keep from going under”, Neuer Kunstverein Gießen (solo)

“sans ârret”, Kunstverein Junge Kunst, Trier (solo)

“ÜberMalen”, nominiert für den Preis der Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt

Künstlerisches Werk

Schaut man sich die moderne und die zeitgenössische Kunst an, hat die Befreiung vom Gegenstand sie buchstäblich hinter Gitter gebracht. In der Ausmessung dieser Eigenzellen liegt nun die Selbstbeschreibungsaufgabe der künstlerischen Praxis. Das funktioniert gut mit Streifen, wie man von Jasper Johns Flaggenbildern über Daniel Burens Markiseninterventionen bis zur Selbstbespiegelung in Anselm Reyles Megaformaten sehen kann. In Caroline Strecks Gemälden findet man einen west-östlichen Blick, einen Blick, der sowohl nach Innen als nach Außen leitet. Während sie bei früheren, illusionistisch verspielten Aneignungen geometrischer Muster funktionaler Alltagseinrichtungen noch mit der Perspektive verführte, lässt sie in den jüngeren Gemälden den Standpunkt des Betrachters offen. Ihr Markenzeichen, den Rollladen, der noch Synekdoche war für jenes Fenster zur Welt, welches den Anfang der Tafelbildmalerei markiert, hat sie hochgezogen. Die berechnete Perspektive auf den Horizont (respektive die Lamelle), die das bürgerliche Subjekt gleichzeitig mitschuf und begrenzte, wird im gestischen Hin und Her einer optimistischen Farbpalette aufgelockert, aufgeweicht, aufgezogen. Die Farbfläche breitet sich aus, und was von der Feinmechanik der Jalousie noch geblieben ist, ist wie eine Reminiszenz an eine Zukunft, in der die Farben, das Licht, die Menschen, sich frei bewegen.     (Lukas Baden)

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