Cone The Weird – himself

Biografie

1979 – geboren und aufgewachsen in München
1993 – Beginn mit Graffiti, später diverse andere Gestaltungstechniken
2001 bis 2003 – Storyboard- und Concept-Artist für einige TV und Film Unternehmen in München
2003 – Studium in Kommunikationsdesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken
2008 bis 2009 – Diplom mit Auszeichnung, Meister-Diplomand, Stipendium der Universität des Saarlandes
2010 – Mit-Gründung des interdisziplinär aufgestellten Designer-Kollektivs "Bureau Stabil"
2010 bis 2012 – Lehrbeauftragter für den Bereich Illustration und Zeichnen an der HBK Saar
2011 –Mit-Gründung des deutsch-östereichischen Künstlerkollektivs "The Weird"
seit 2008 – freier Künstler, Wandmaler, Illustrator und Designer

Auszeichnungen / Ausstellungen / Projekte

EINZELAUSSTELLUNGEN / SOLO EXHIBITIONS

— 05/2009 "Under Conestruction / Reconestruction", solo exhibition (in 2 parts) Extrabold, Luxembourg (LUX)
— 03/2014 "Hibernation", Runthings Gallery, Montpellier (FRA)
— 05/2014 "ICONES – number 1", RABBIT EYE MOVEMENT Art Space, Vienna (AUT)
— 09/2014 "Auszeit", KuBa – Kulturzentrum am Eurobahnhof, Saarbrücken
— 11/2014 "Der Mönch und das Schlitzohr", Partisan Creative Corner, Soest
— 03/2017 "Come closer and leave me alone", Galerie Neuheisel, Saarbrücken

GRUPPENAUSSTELLUNGEN / GROUP EXHIBITIONS

- 06/2009 "Gold Members" (customised Sex Toys), Endorphine, Strasbourg (FRA)
- 05/2010 "Stroke 2.0", urban art fair, Tucherpark, Munich
- 06/2010 "Kinneks Wiss", live painting, EU Parlament, Luxembourg (LUX), followed by exhibition in Brussels (BE)
- 08/2010 "The Extrabold Summer Show 2010", Extrabold, Luxembourg (LUX)
- 12/2010 "GRAB IT! Winter Show 2010", Extrabold, Luxembourg (LUX)
- 05/2011 "Unknown Tribes", Baden Badener Kunstforum, St. Ingbert
- 09/2011 "Tag Der Bildenden Kunst", KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof , Saarbrücken
- 10/2011 "Stroke 5.0", urban art fair, Postbahnhof, Berlin
- 10/2011 "BLOOOM", art fair, Rheinpark, Cologne
- 11/2011 "Up/Down 'N Around", Verve, Bielefeld
- 05/2012 "Stroke 6.0", urban art fair, Praterinsel, Munich
- 08/2012 "4560 - Urban Art Show", artist and curator, Stadtgalerie Saarbrücken, Saarbrücken
- 10/2012 "The Weird", crew exhibition, Neurotitan, Berlin
- 11/2012 "Nuit des Musées", Luxembourg (LUX)
- 02/2013 "WE ❤ 8BIT #1", ISLAND, Hamburg
- 05/2013 "STROKE Art Fair", urban art fair, Praterinsel, Munich
- 06/2013 "WE ❤ 8BIT #2", burnLAB, Vienna (AUT)
- 06/2013 "Artstübli/ARTyou Pop-up Gallery", Art Basel, Basel (CHE)
- 07/2013 "The Weird Group show", crew exhibition, Innerstate Gallery, Detroit (USA)
- 09/2013 "The Weird Chalet", crew exhibition, Clienia, Littenheid (CHE)
- 10/2013 "The Weird Rehab", crew exhibition, Haupt – Ort für Gestaltung, Basel (CHE)
- 12/2013 "Central Vapeur", illustration fair, Salon Des Indépendants, Strasbourg (FRA)
- 06/2014 "Cash, Cans & Candy", Galerie Hilger Next, Vienna (AUT)
- 09/2014 "DUBL TRUBL", Urban Spree Gallery, Berlin
- 11/2014 "CONE & DXTR THE WEIRD - live", Clockenflap Festival, Hongkong (HK)
- 03/2015 "Urban Selection", Galerie Zimmerling & Jungfleisch, Saarbrücken
- 03/2015 "Urban Art Biennale 2015", UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen
- 07/2015 "ArtJams 2015", E-Werk, Freiburg im Breisgau
- 08/2015 "Weird World", crew exhibition, Exit Room, New York (USA)
- 11/2015 "Kingbrown - #10 launch", Rivington Design House, New York (USA)
- 01/2016 "Divine Interventions", promo event / group exhibition, Unknown Art Space, Mexico City (MEX)
- 06/2016 "F(L)IGHT", group exhibition / charity event, Hamilton House Gallery Space, Bristol (GBR)
- 08/2016 "5 Years The Weird", crew exhibition , RABBIT EYE MOVEMENT Art Space, Vienna (AUT)
- 09/2016 "Demigods in Color", crew exhibition, TULLA Culture Center, Tirana (ALB)
- 03/2017 „South X So Weird“, crew exhibition, Mindzai Art and Vinyl, Austin, Texas (USA)

Künstlerisches Werk

Cone The Weird begibt sich in seinen Arbeiten auf die Suche nach unerforschtem Terrain. Zwar werden vertraute Elemente und Techniken verwendet, doch sollen die verwendeten Elemente stets in einem neuen Kontext eingesetzt werden. So treffen beispielsweise Gestaltungsreferenzen aus den Welten der Comics, des Graffiti oder der
Pop-Art auf Inspirationsquellen der Renaissance-Malerei, alter Mythologie sowie philosophischen und spirituellen Themenkomplexen. Er ist nicht daran interessiert sich von seinen zeitgenössischen Kollegen der Street Art, Urban Art oder Comic-Kunst inspirieren zu lassen, sondern sucht andere Inspirationsquellen; häufig in älteren Kunstepochen, der Philosophie, Lyrik oder sogar in der Musik. Beispielsweise finden sich zur Epoche der Romantik durchaus einige Aspekte in seinen Arbeiten. Die ihr innewohnende Melancholie und das dadurch geprägte Welt- und Selbstverständnis sowie vage Bildkontexte, sinnoffene Angebote, das Einbeziehen des Betrachters in den Deutungsprozess sind nur Auszüge der expressiven Ästhetik seines Schaffens. Es geht eben nicht darum illustrierte Schlüsselszenarien zu fertigen, die der individuellen Interpretation keinen Raum mehr lassen. Ganz im Gegenteil: Die Gefühlswelt des Betrachters soll stimuliert werden und genügend Raum für die eigene Deutung und Wahrnehmung bieten.

Einen Teil seiner Arbeiten widmet er dem reflektivem Blick auf sich selbst. Dies geschieht unter anderem in Form serieller Selbstbildnisse. Diese Abbilder müssen für Gedankenspiele und visuelle Experimente herhalten. Den konzeptuellen Ursprung dafür fand er in seinen gestalterischen Wurzeln, die im Graffiti liegen. Das Prinzip sich ein Pseudonym zuzulegen (die eigene Identität zu kaschieren), um dieses zu vervielfältigen, zu streuen und mit ihm zu experimentieren findet sich im Kern dieser Arbeit. Statt einem "Tag" oder klassischem "Style" wird das Portrait als Platzhalter der Identität gewählt und facettenreich variiert. Cone The Weird versteht dies als offenes Experiment in dem die Grenzen zwischen autobiografischen Teilrealitäten und reiner Fiktion verschwimmen. Er ist stets auf der Suche nach einer eigenen Bildsprache und differenzierten Bedeutungsebenen, die transzendent außerhalb oder jenseits des Bereiches der normalen Sinneswahrnehmung liegen und nicht von ihr abhängig sind.

Überwiegend fertigt er die Art von Tuschzeichnungen an, die in den letzten Jahren zu einem Markenzeichen für Cone The Weird wurden. Detailversessene oft kleinformatige Arbeiten zwingen den Betrachter physisch wenig Abstand zu dem Werk einzunehmen, um das Geschehen besser erkennen zu können. Der engere Betrachtungsraum erzeugt einen intimen Moment zwischen Betrachter und der präsentierten Arbeit — geht es doch auch oft um intime und poetische Inhalte. Gerade dieser Intimität gibt Cone The Weird den Vorzug, im Kontrast stehend zu seinen großformatigen (Wand-)Arbeiten im öffentlichen Raum. Die Kleinformate eignen sich bestens für Galerie-Ausstellungen und sind gegenläufig zu dem Trend in Street- und Urban Art, wo man auf immer größere Formate abzielt.

Das Gefundene sowie die selbst entwickelte Bildsprache soll in Zukunft stets ausgebaut werden. Zu einem gewissen Punkt wahrscheinlich wieder eingerissen, um aus den daraus entstehenden Scherben wieder neues aufzubauen. Ein Prozess der das Leben widerspiegelt. Aufbau und Abriss, Entwicklung und Sturz, Leben und Tod, Spiel und Pflicht, Liebe und Hass, Leichtigkeit und Schwermut, Schatten und Licht, Schwarz und Weiß, Yin und Yang – Die Dialektik des Lebens, ein immer wiederkehrendes Element in Cone The Weirds Arbeiten.

Cone The Weird - Just Thinking 2, 2015, 160 x 180 cmCone The Weird - Love What Happened Here, 2016, 32 x 24 cmCone The Weird - My Favorite Things 2A, 2017, 21 x 30 cmCone The Weird - The Hideout, 2017, 17 x 24 cmCone The Weird - Burdensome, 2017, 10,5 x 15 cm

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