KÜNSTLER

Gertrud Riethmüller

www.gertrud-riethmueller.de

Biografie

1991 - 1998 Studium an der HBK Saar Neue künstl. Medien /bei Prof.U.Rosenbach

1998 - 2001 Diplom Neue Medien, HBK Saar /Meisterschülerin

Gründungsmitglied der Produzentengalerie O.T.

2001 Mitglied im Saarländischen Künstlerbund

Projekte:

2000 - 2001 Konzeption/Organisation und Kuratorentätigkeit des internationalen Medien Kunstprojektes „Gegenort- The-Virtual-Mine" mit M. Bohr, F.Konuk, C. Brieske und L. Huppert / "http://www.the-virtual-mine.net"

2005 - 2007 Konzeption/ Organisation und Kuratorentätigkeit des internationalen Medien Kunstprojektes „Virtual-Residency", mit M.Bohr, C. Brieske und L. Huppert "http://www.virtual-residency.net mit Ausstellungen in Luplin (PL), Metz (F), Völklingen (D)

Artist in Residence:

2000 intern. Art in Residence, Statzionè di Toplo (I)- Installation (K)

2006 intern. Art in Residence: Kunst im Park Burg Namedy (D)- Installation im Außenraum

2010 intern. Art Karavane: Performance Projekte Lucknow, Shimla, Sirinagar, New Dehli (I)

Ausstellungsbeteiligungen:

in Frankreich, Polen, Schweiz, Italien, Österreich, Kirgistan, Israel, Argentinien, USA, Indien

Auszeichnungen / Ausstellungen / Projekte

1989 Kunst und Kulturpreis Neunkirchen
1999 Förderstipendium der Stadt Saarbrücken
2002 Plaidter Kunstpreis
2003 Tölzer Kunstpreis
2006 Kunstpreis Frankfurter Löwenhof
2015 Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
2016 Kunstwettbewerb Saarländische Klinik für Forensische Psychatrie (SKFP) Merzig

Künstlerisches Werk

In der Installation über-zeichnet steht das künstlerische Ausdrucksmittel des prozesshaften, performativen Handelns im Vordergrund. Dabei wird die Dimension Zeit in gewissem Sinne verräumlicht und letztendlich der Raum selbst zur Skulptur.

„Wandern mit der Zeit“ 2017 Tuschezeichnung auf Papier ca. 380 x 150 cm, Metallschale 150 cm Ø Die Installation „Wandern mit der Zeit“ beschäftigt sich mit dem Thema der Wiederholung und dem „Urbild“ des Gefäßes. Sie besteht aus zwei Teilen – einer horizontal an der Wand befestigten Papierrolle und einer davor am Boden stehenden Metallschale. Die Papierrolle ist Trägerin einer Tuschezeichnung, die sich aus Tausenden von kleinen Schälchen zusammensetzt. Diszipliniert und konzentriert ausgeführt, wird der Arbeitsprozess bestimmt von einem zeichenhaften Automatismus ohne gestalterische Absicht, wobei die Ausführung, das Zeichnen selbst im Vordergrund (und im Interesse der Künstlerin) steht. Ähnlich einer Wanderung, bei der ein Fuß vor den nächsten gesetzt wird, reihen sich die winzigen Schälchen in rhythmischer Abfolge von Einatmen und Ausatmen und scheinbar endloser Wiederholung an- und übereinander. Und ähnlich eines Weges, dem kein Ende oder Ziel vorgegeben ist, schließt die Zeichnung nicht an einer Papierkante ab, sondern läuft an der rechten Seite in die Papierrolle hinein. Während in der Zeichnung durch die verdichtete Darstellung von Schalen deren unerschöpfliche Möglichkeiten versinnbildlicht werden und erst über die Vorstellungskraft des Betrachters ihren Wert erhalten, macht das einzelne Gefäß am Boden durch seine Größe und plastische Dreidimensionalität ein reales, funktionales Angebot. Die Schale als Archetypus birgt gerade ungefüllt alles Potenzial und erfährt in der Leere ihre eigentliche Wertigkeit. Susanne Hirsch

Wir danken unseren Unterstützern